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Deep-Sky Corner
Informationen zum Deep-Sky Corner

Sternbilder:

Die Angaben über eine jahreszeitlich beschränkte Sichtbarkeit beziehen sich stets auf die Breitengrade von Mitteleuropa, rund etwa 45 Grad Nord. Bei den Querverweisen auf die Karten der bekanntesten Atlanten wurde an dieser Stelle bewusst auf den Uranometria 2000.0 [bk23, bk24] verzichtet, da dessen Kartenausschnitte zu klein sind, um eine gute Übersicht des Sternbilds und dessen Lage zu geben. Am besten eignet sich dazu der Cambridge Star Atlas. [bk5]

Gemäss den Sternbildgrenzen der IAU ist die Himmelsphäre in 88 einzelne Sternbilder unterteilt. Der Deep-Sky Corner enthält dieselbe Struktur. Je nach Literatur und Kartenmaterial kann es bei Objekten nahe der Sternbildgrenze zu einer unterschiedlichen Zugehörigkeit kommen. Massgebend für die Zugehörigkeit eines Deep-Sky Objekts sind die im Uranometria 2000.0 [bk23, bk24] eingezeichneten Sternbildgrenzen.

Die Übersichts-Sternbildkarten wurden mit TheSky [pr2] erstellt, nachbearbeitet und gegebenenfalls korrigiert. Die kleinen und die grossen Versionen sind alle im gleichen Massstab um die Grössenverhältnisse zu zeigen. Bei allen Karten ist Norden oben.

Objektdaten:

Die hier gezeigten Abbildungen sind jeweils die detailreichsten zum Objekt, welche wir gefunden haben. Meist stammen die Abbildungen aus dem STScI Digitized Sky Survey [si1], welcher sich aus den gescannten Fotoplatten des Palomar Observatory Sky Survey (POSS) und des Southern Sky Survey mit dem United Kingdom Schmidt Telescope (UKST) zusammensetzt. Norden ist bei diesen Ausschnitten oben. Es finden sich auch Abbildungen des Hubble Space Telescopes (HST) oder von bekannten Fotografien wie David Malin und Bruce Balick.

Die aufgeführten textuellen Beschreibungen basieren teils auf die Burnhams Celestial Handbooks [bk4], auf STScI Press Releases und andere Quellen, welche im Quellenverzeichnis aufgeführt sind. Oft wurden unterschiedliche oder widersprüchliche Angaben gefunden. Diese werden dann meist erwähnt.

Für weitere Infos zu den tabellarisch aufgeführten Daten und den verschiedenen Objekt-Klassifikationen drücken Sie hier.

Auffindkarten:


Mit TheSky erstellte Auffindkarte

Auffindkarten, welche wie die hier nebenstehende aussehen, wurden mittels TheSky [pr2] oder XEphem [pr4]erstellt, nachbearbeitet und gegebenenfalls korrigiert oder ergänzt. Die Hintergrundkarten besitzen meist denselben Massstab. Die drei konzentrischen Kreise entsprechen denen des Telrad-Finders von 0.5°, 2° und 4°. Die Close-Ups von 15', 30', 60' oder 120' besitzen nicht alle denselben Massstab, sondern wurden in der Grösse den Anforderungen angepasst. Bei allen Karten ist Norden jeweils oben.



Objektbeschreibungen:

Die Objektbeschreibungen zeigen, was durch ein Amateurfernrohr visuell erkannt oder fotographisch bzw. mit CCD erreicht werden kann. Sie sind nach steigender Fernrohröffnung sortiert. So erkennt man leicht den Anstieg an Detailreichtum. Die angefertigten Skizzen wurden mit voll dunkeladaptierten Augen während teils mehrstündiger, intensiver Beobachtung am Fernrohr unter dunklem Nachthimmel erstellt und zeigen den Anblick des Objektes bei der angegebenen Öffnung und Vergrösserung, teils auch mit indirektem sehen und hyperventilieren.

Dunkeladaption:
Je länger das menschliche Auge der Dunkelheit ausgesetzt ist, desto lichtschwächere Details können erkannt werden. Die Dunkeladaption beginnt mit der Weitung der Iris und dann dem Aufbau von Sehpurpur auf der Netzhaut. Sehpurpur (Rhodopsin) ist ein lichtempfindlicher, roter Farbstoff in den Stäbchen der Netzhaut (Retina). Er ist wichtig für den Sehvorgang. Bei Belichtung wird er zersetzt und bei nachfolgender Dunkelheit wieder aufgebaut. Vitamin A spielt dabei eine bedeutende Rolle. Eine volle Dunkeladaption des Auges ist nach etwa einer viertel bis dreiviertel Stunden erreicht.
Indirektes Sehen:
Die Netzhaut des menschlichen Auges ist nach aussen hin lichtempfindlicher als direkt in der Sehgrube, da nach aussen mehr lichtempfindliche Stäbchen als farbempfindliche Zäpfchen vorhanden sind. Schaut man an einem schwachen Objekt etwas vorbei, so sieht man es heller und erkennt somit mehr Details und Helligkeitsunterschiede. Das Auflösungsvermögen nimmt dabei allerdings stark ab.
Hyperventilieren:
Anstatt beim beobachten den Atem anzuhalten um so den Kopf ruhig zu halten, soll stattdessen - besonders in grossen Höhen - schnell und intensiv geatmet werden, damit mehr Sauerstoff ins Blut befördert wird. Ein gut mit Sauerstoff versorgtes Gehirn und eine gut mit Sauerstoff versorgte Netzhaut kann lichtschwächere Details erkennen. Dieser Effekt setzt erstaunlicherweise schon nach wenigen Sekunden ein. Aber Vorsicht: allzustarkes hyperventilieren kann zu Schwindelanfällen und Geistersternchen führen. Es ist daher auf ein geeignetes Mass zu achten. ;-)


Literatur
[bk23] Uranometria 2000.0, Volume I by Wil Tirion, Barry Rappaport and George Lovi; Willmann-Bell, Inc.; ISBN 0-943396-14-X
[bk24] Uranometria 2000.0, Volume II by Wil Tirion, Barry Rappaport and George Lovi; Willmann-Bell, Inc.; ISBN 0-943396-15-8
[bk5] Cambridge Star Atlas 2000.0 by Wil Tirion; Cambridge University Press; ISBN 0-521-26322-0
[pr2] TheSky for Windows, Version 2.11, Level IV; Software Bisque; 912 Twelfth Street; Suite A; Golden, Colorado 80401, USA; http://www.bisque.com/thesky/
[si1] The STScI Digitized Sky Survey; First and Second Generation Survey; http://stdatu.stsci.edu/dss/
[bk4] Burnham's Celestial Handbook: An Observer's Guide to the Universe Beyond the Solar System by Robert Burnham; Dover Publications, Inc.; Voume I: ISBN 0-486-23567-X; Volume II: ISBN 0-486-23568-8; Volume III: ISBN 0-486-23673-0
[pr4] XEphem Elwood Charles Downey; http://iraf.noao.edu/~ecdowney/xephem.html


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20.12.2006 23:37 Uhr, Bernd Nies

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