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| Deep-Sky Corner / Vul / Roslund 4 & IC 4954 |
Vul |
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Rektaszension:
20h 05m 00s
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Deklination:
+29° 11' 59"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
6, 7 |
| Sky Atlas |
9 |
| Uranometria Vol. I |
119 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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30'x30'-Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey.
[si1]
Roslund 4 ist ein etwa 6,3 Millionen Jahre alter offener Sternhaufen
mit der Trümpler-Klassifizierung II 3 m n.
Übersetzt heisst das: ein Haufen mit mittlerer Zahl von
Mitgliedssternen (m=medium), der sich von der Umgebung abhebt und eine leichte
Konzentration aufweist (II) und eine recht ungleichmässe
Helligkeitsverteilung unter den Haufenmitgliedern hat (3="bright and faint
stars in the cluster"). Das "n" steht für einen im Sternhaufen
involvierten Nebel.
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Offener Sternhaufen:
Roslund 4
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R.A.
20h 05m 00s
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Dec.
+29° 11' 59"
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v Mag.
-
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Diam.
5'
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No.*
30
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Br.*
<11.5
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IC 4954 ist ein etwa 330 Bogensekunden grosser Emission- und
Reflexionsnebel, in den Roslund 4 eingebettet ist. Der Nebel weisst starke
Helligkeitsvariationen auf und zerfällt daher in drei Gebiete, die
die Bezeichnungen Ced 175a, Ced 175b und Ced 175c tragen. Diese gehen auf eine
Arbeit von Sven Cederblad am Lund-Observatorium in Schweden (1946)
zurück.
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Heller diffuser Nebel:
IC 4954
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R.A.
20h 04m 54s
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Dec.
+29° 15' 00"
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v Mag.
-
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Diam.
330"
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Wie findet man Roslund 4?
Ausgehend von 15 Vulpecula, einem 4,6mag Stern, findet man 50 Bogenminuten
nord-nord-östlich ein 13 Bogenminuten weites Paar von Sternen 7ter
Grösse: HD 190167 (PPM 110291) und südlicher HD 190228 (PPM 110298).
Über den nördlicheren der beiden Sterne verlängert hinaus man
die Verbindungslinie 15 Vul - Paar um weitere 50 Bogenminuten.

Karte mithilfe von XEphem [pr4]
und GIMP [pr5] hergestellt.
Beschreibung bei 400mm Öffnung:
Da die Sternhaufen des Roslund-Katalogs auf spektroskopischem Wege gefunden
wurden, gelten sie für den visuellen Beobachter als schwierig. Trotz der
oben genannten Trümpler-Klassifizierung trifft dies auch auf Roslund 4
zu. Allerdings vereinfacht der helle Nebel IC 4954 die Beobachtung
erheblich.
Schon bei mässigem Himmel kann man die hellsten Teile von ihm ab etwa
20cm Öffnung erkennen und findet um diesen Nebel herum etwa ein gutes
Dutzend Sterne. Allerdings kann von "detached" kaum die Rede sein.
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Zeichnung: 400mm f/5 Newton, 9mm Okular, 14.8. 1998 Frank H. Leiter
Bei 40cm Öffnung bleibt Roslund 4 ein unscheinbarer, kaum gegen den
Hintergrund abgesetzter Sternhaufen; allerdings steigt die Anzahl schwacher
(schwächer 12te Grösse) Sterne deutlich an.
IC 4954 zerfällt für den visuellen Beobachter in drei helle
Nebelgebiete, die am 400mm f/5 im 9mm Okular eindeutig sichtbar sind. Für
Ced 175c, den nördlichsten Teil, sollte man hohe Vergrösserung
verwenden, da er klein ist und sehr dicht an einem Stern 10ter Grösse
steht.
In der Zeichnung wurden die schächsten Mitglieder des offenen
Sternhaufens weggelassen und die hellsten Wolken des Nebels IC 4954
dargestellt. Es wurde kein Filter verwendet; die gezeichnete Region ist etwa
5x7,5 Bogenminuten gross.
Frank H. Leiter