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| Deep-Sky Corner / Sgr / M 20: Trifid Nebula & NGC 6514 & B 85 |
Sgr |
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Rektaszension:
18h 02m 18s
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Deklination:
-23° 02' 00"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
12, 18 |
| Sky Atlas |
22 |
| Uranometria Vol. II |
339 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Abb. 1: Aufnahme von David Malin mit dem AAT
[aa1]
Der Trifidnebel ist einer der Hauptattraktionen des Sternbildes des
Schützen. Er liegt etwa 1.5°
nordnordwestlich vom Lagunen-Nebel und gehört
möglicherweise demselben weiten kosmischen Nebelkomplex an.
M 20 wurde vermutlich erstmals im Jahre 1747 von LeGentil während
seiner Beobachtung von M 8 gesichtet und später 1764
von Charles Messier wiederentdeckt. Messier sah vermutlich nur den Sternhaufen,
denn das Lichtsammelvermögen seiner Teleskope war zu gering um den Nebel
erkennen zu können. Sir William Herschel fand den Nebel auffällig
durch ein seltsames Muster dunkler Linien unterteilt und katalogisierte die
hellsten Bereiche des Nebels als vier unterschiedliche Objekte. Sein Sohn John
beschrieb den Nebel als aus drei hellen, unregelmässig geformten
Nebelmassen bestehend, von einem dreifach gegabelten Riss oder leeren Bereich
unterbrochen. Im Zentrum wird der Nebel von einem schönen Dreifachstern
gekrönt (siehe Abb. 2). Der Name "Trifidnebel"
(lat. 'trifid' = dreigeteilt) schien John die passendste Bezeichnung zu
sein.
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Abb. 2: Die drei den Nebel aufheizenden Sterne.
Aufnahme von David Malin mit dem AAT
[aa1]
Der Trifidnebel vereint die Charakteristika eines Emissionsnebels und die
eines Reflexionsnebels. Angeregter Wasserstoff in der Zentralregion emittiert
Photonen in der Balmer-Wellenlänge und leuchtet daher in einem
pinkfarbenen Licht. Die äussere Region enthält viel Staub und
reflektiert das Licht der heissen blauen Sterne und bildet den blauen Teil des
Trifidnebels. Der helle Stern HD 164514 im Norden ist von einem
ausgeprägten blauen Reflexionsnebel umgeben. Der Stern ist nicht heiss
genug um das umliegende Gas zum Leuchten anzuregen und so wird alles Licht vom
kalten Gas und Staub reflektiert oder gestreut.
Der hellste Bereich des Nebels misst etwa 20'x15', doch schwächere
Aussenregionen lassen die Dimension des Nebels auf etwa 25' anwachsen. Das
"Trifid"-Muster findet sich im südlichen hellen Teil des Nebels, wo die
drei dunklen, etwa 45" breiten Staubbänder vom Zentrum nach aussen
führen und sich vom leuchtenden Hintergrund abheben.
Die Masse des Nebels reicht aus, mehrere tausend Sonnen zu formen.
Der Nebel wird von der starken Ultraviolettstrahlung heisser, junger Sterne
zum Leuchten angeregt. Der mehrfache Zentralstern trägt die Bezeichnung
HN 40 oder GC 24537 und sein Alter wird auf etwa 7 Mio. Jahre geschätzt. Hierbei
handelt es sich um O7-Sterne mit einer berechneten absoluten Helligkeit
von -5.2 mag. Mit dem 36-Zoll Refraktor vom Lick Observatorium fand S. W.
Burnham gar sechs Sterne in diesem System, deren Helligkeiten, Abstände
und Positionswinkel in folgender Tabelle wiedergegeben sind:
[bk4]
Paar Magnitude Abstand Positionswinkel
A-B 7.0-10.6 5.4" 23°
A-C - 8.8 10.6" 212°
A-F -13.8 22.1" 106°
C-D 8.8-10.5 2.2" 282°
C-E -12.4 6.2" 191°
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Abb. 3: Grosser Dunkelnebelkomplex mit M8 und M 20.
Aufnahme von David Malin mit dem AAT
[aa1]
Vor über 150 Jahren zeichnete Herschel die Zentralsterne exakt in der
Mitte von einem der dunklen Bänder statt etwas daneben, wie es in der
Abbildung 2 schön zu sehen ist. Dies lässt
vermuten, dass sich der Nebel in der Zwischenzeit verändert hat, doch
ein Vergleich von 80-jährigen Fotografien mit heutigen zeigt keine
sichtbaren Veränderungen.
Wie bei den meisten galaktischen Nebeln streuen sich die publizierten
Distanzen in einem weiten Bereich. Es finden sich Werte von 2200 bis
7700 Lichtjahren. Die neusten Werte liegen etwa im Bereich von 5000
Lichtjahren, welches etwa mit der Distanz vom Lagunennebel
korrespondiert. Die Entfernung von M 20 wird etwa 1500 Lichtjahre weiter als
die von M 8 geschätzt. Die beiden Nebel sind möglicherweise einer
gigantischen H II Assoziation, wie es die Abbildung 3
vermuten lässt, doch diese Verbindung ist noch nicht bewiesen. Wie M 8
ist auch dieser Nebel eine Quelle starker Radio- und Infrarotsrahlung, was
typisch für Sternentstehungs-Gebiete ist.
[bk4]
| Heller diffuser Nebel:
M 20, NGC 6514: Trifid Nebula |
| R.A.
18h 02m 18s
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Dec.
-23° 02' 00"
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Dim.
20'x20'
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Type
E+R
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ph Brt.
1-5
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Color
3-4
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| Offener Sternhaufen:
M 20, NGC 6514 |
| R.A.
18h 02m 18s
|
Dec.
-23° 02' 00"
|
Mag.
6.3m
|
Diam.
28'
|
No.*
.
|
Br.*
7.29m
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| Dunkelnebel:
B 85 |
| R.A.
18h 02m 36s
|
Dec.
-23° 02' 00"
|
Opacity
.
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Dim.
.
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Auffindtip für den Trifid-Nebel:

Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.