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Rektaszension:
16h 25m 00s
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Deklination:
-26° 17' 00"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
11, 12, 17, 18 |
| Sky Atlas |
22 |
| Uranometria Vol. II |
336 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Abb.1: DSS Ausschnitt und Detailvergrösserung mit dem HST mit
markierten weissen Zwergen.
[si11]
Messier 4 ist ein schöner Kugelsternhaufen, einer der
grössten und uns am nächsten gelegenen. Er wurde erstmals von P. L.
de Cheseaux im Jahre 1746 beobachtet. Im Mai 1764 beschrieb ihn Messier als
ein Haufen sehr kleiner Sterne, welcher mit kleineren Teleskopen mehr wie ein
Nebel erscheint.
Mit einer Shapley/Sawyer-Konzentration von 9 gehört M 4 zu den
lockeren Sternhaufen, die keine besonders dichte zentrale Konzentration
aufweisen. Ein auffälliges Merkmal dieses Haufens ist eine etwa 2.6'
lange Reihe 10-12 mag Sterne in PA 12°. Diese ist als horizontale
Sternenkette in Abbildung 2 gut erkennbar. Sie wurde
erstmals 1783 von Herschel bemerkt. Ein besonders interessantes Detail, das
in ähnlicher Weise auch z.B. in M 13 zu
finden ist.
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Abb.2: Aufnahme von M 4; Vixen FL 102s, 40min auf Kodak Ektar 1000,
20.6.93, B. Blank und D. Mihajlovic
Der Kugelsterhaufen M 4 gehört zu denen dem Sonnensystem am
nächsten gelegenen überhaupt. Enfernungsangaben schwanken von 5700
bis 7500 Lichtjahren und der Haufen bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von
etwa 65 km/s vom uns weg. Neuere Schätzungen sind eher im oberen Bereich
anzusiedeln. Man schätzt die Population auf wenige Hundertausende von
Sternen, die von erdgebundenen Teleskopen sichtbar sind. Zusätzlich
werden noch etwa 40'000 weisse Zwerge vermutet, die schw&aum;chsten davon
besitzen etwa ein Vierzigstel der Leuchtkraft der hellsten in dem Haufen. M 4
gehört trotz seines relativ grossen Winkeldurchmessers zu den eher
kleineren Kugelsternhaufen unserer Milchstrasse.
Das HR-Diagramm dieses Haufens zeigt, dass das
Sternenlicht durch Dunkelwolken in dieser Region um etwa 0.8 Magnituden
gerötet ist. Die Helligkeit der hellsten Sterne beträgt 10.8 mag und
die des horizontalen Zweigs im HR-Diagramm beträgt 13.4 mag.
Der Kugelsternhaufen M 4 war auch das Ziel einer Studie mithilfe des
Hubble Space Telescopes. Es wurde eine Vielzahl an "stellaren Leichen",
sogenannten weissen Zwerge entdeckt (vgl Abb. 1). Anhand der
Messresultate lassen sich die Voraussagen über die Kühlrate weisser
Zwerge verfeinern - ein wichtiges Hilfsmittel um zuverlässige Aussagen
über das Alter der Milchstrasse und des Universums machen zu können.
Weisse Zwerge sind ausgebrannte Kerne kollabierter Sterne, die wie ein
Stück Glut langsam abkühlen und erlöschen. Das Universum ist
noch nicht alt genug, um völlig ausgebrannte und erkaltete weisse Zwerge - sogenannte
schwarze Zwerge - zu beherbergen. Altersschätzungen des Universums
variieren z.Z. von acht bis 20 Mrd. Jahren - paradoxerweise wird das Alter
von M 4 auf etwa 14 Mrd. Jahre geschätzt. M 4 ist so alt, dass sich alle
Sterne mit mindestens 80% Sonnemasse bereits zu roten Riesen entwickelt haben,
gefolgt von einen Kollaps zu einem weisen Zwerg.
[bk4,
si11]
| Kugelsternhaufen:
M 4, NGC 6121 |
| R.A.
16h 23m 36s
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Dec.
-26° 32' 00"
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v Mag.
5.8m
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Diam.
26.3'
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Conc.
9
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Abb.3: NGC 6144. 15'x15' Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey
[si1]
Überblendet vom roten Riesen Antares und im Schatten von Messier 4
befindet sich NGC 6144, ein weiterer kugelförmiger Sternhaufen. Er
wurde im Jahre 1784 von W. Herschel aufgefunden. Dreyer beschrieb ihn von
beträchtlicher Grösse, stark konzentriert, gegen die Mitter heller
werdend und gut in Einzelsterne auflösbar. NGC 6144 weist mit einem
Konzentrationsindex von 11 eine sehr geringe zentrale Verdichtung auf
(1 = höchste Dichte).
| Kugelsternhaufen:
NGC 6144 |
| R.A.
16h 27m 18s
|
Dec.
-26° 02' 00"
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v Mag.
9.0m
|
Diam.
9.3'
|
Conc.
11
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Auffindtip für die beiden Kugelsternhaufen:
Die beiden Kugelsternhaufen Messier 4 und NGC 6144 sind ganz einfach zu
finden. Dabei wird im Teleskop mit einem Grossfeldokular der schöne rote Überriese
Antares (alpha Scorpii) eingestellt und dann das Teleskop leicht in Richtung Westen
geschwenkt. Voilà, da sind die beiden kleinen Racker. Einfacher geht's nun wirklich
nicht.

Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.