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| Deep-Sky Corner / Ori / NGC 2024: Flaming Tree Nebula |
Ori |
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Rektaszension:
05h 41m 54s
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Deklination:
-01° 51' 00"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
9 |
| Sky Atlas |
11 |
| Uranometria Vol. I+II |
225, 226 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Nebelregion um den
Stern Alnitak (zeta Orionis)
(JPEG, 126kB)
Bei NGC 2024 handelt es sich um eine helle Stelle eines gigantischen Nebelkomplexes,
welcher sich vom Orionnebel bis hinaus zum Barnard's Loop erstreckt.
Grösstenteils ist dieses etwa 1500 Lichtjahre entfernte Nebelgebiet jedoch zu
lichtschwach, als dass es mit dem Teleskop von blossem Auge sichtbar wäre; Grosse,
zusammenhängende Teile treten erst auf Langzeitbelichtungen aus sehr dunklen Gegenden der
Erde zum Vorschein. Vermutlich handelt es sich bei diesem ganzen Nebelkomplex um einen oder
mehrere sehr alte Überreste einer Supernova, woraus sich wieder neue Sterne und gar
Planetensysteme bilden.
Der Flaming Tree Nebula ist der markanteste Teil einer helleren Nebelregion um
den 2.0mag Stern Alnitak (zeta Orionis). Er wurde im Jahre 1786 wissentlich erstmals
von W. Herschel gesichtet und als «wundervolle drei- oder vierteilige schwarze Stelle,
eingeschlossen in mild leuchtende Nebelmassen» beschrieben.
| Heller diffuser Nebel:
NGC 2024: Flaming Tree Nebula |
| R.A.
05h 41m 54s
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Dec.
-01° 51' 00"
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Dim.
30'x30'
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Type
E
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ph Brt.
2-5
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Color
3-4
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Auffindtip für den Flammenbaum-Nebel:
Bei NGC 2024 handelt es sich für einmal wieder um ein sehr einfach zu findendes Objekt:
Man nehme Alnitak, den linken (östlichen) Gürtelstern des Orion, ins Blickfeld
und schon sind wir am Ziel. Der Nebel befindet sich unmittelbar östlich des hellen
Sterns.

Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.
Beschreibung bei 150mm Öffnung:
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Zeichnung: 6" Refraktor (16.12.96, Beat Kohler)
(GIF, 40kB)
Obwohl Alnitak bei der Suche nach NGC 2024 sehr zuvorkommend ist, stört er
jedoch, wenn man den Nebel beobachten will. Trotzdem lohnt sich eine Beobachtung immer wieder.
Dieser Nebel gehört zu den Objekten, die eine deutliche Struktur in Form und
Helligkeitsunterschieden zeigen. Auch neben dem grossen Orion- und Pferdekopfnebel lohnt sich
ein Abstecher immer wieder.
Um das störend helle Licht von Alnitak beim Anfertigen dieser Zeichnung
abzuschwächen, wurde mittels eines dünen Klebebandstreifens eine einfache Maske
gefertigt, die auf die Blende eines 35mm Weitwinkelokuares geklebt wertvolle Dienste leistete.
Damit liess sich der hellen Stern abdecken, wobei der ganze Aufwand weniger als eine Minute in
Anspruch nahm. Der Nebel liess sich so entspannter Beobachten und mehr Details kamen zum
Vorschein. Filter brachten keinen nennenswerten Gewinn - saubere und trockene Luft ist wegen
des überstrahlenden Sterns aber Voraussetzung für eine erfolgreiche
Detailbeobachtung.
Die visuelle Beobachtung zeigt sehr schön die helleren Bereiche, die durch längs
verlaufenden dünkleren Bänder unterteilt sind. Der Nebel hat deshalb spontan die
Bezeichnung «Blumenkohlnebel» erhalten, da er irgendwie an die Struktur eines
Länsschnittes dieses Gemüses erinnert. Bekannter dürfte jedoch die
Bezeichnung «Flaming Tree Nebula» (brennender Baum) sein. In der Tat kann man
darin die Siluette eines Stammes und der grossen Äste erkennen, die im hellen Feuer
stehen.
Beat Kohler