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Deep-Sky Corner
Deep-Sky Corner / Ori / Planetarischer Nebel Abell 12 Ori

Rektaszension:
06h 02m 20s
Deklination:
+09° 39' 14"
Atlas (2000.0)
Karte
Cambridge Star Atlas
9
Sky Atlas
11
Uranometria Vol. I
181
Starchart at CalSKY.com

Objektdaten:

Abb. 1: Abell 12 neben mu Orionis. Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey, 2nd Generation [si1]

George Ogden Abell veröffentlichte 1955 eine Liste von planetarischen Nebeln, die auf den Fotoplatten des "Palomar Observatory Sky Survey" entdeckt wurden. Die meisten von ihnen sind deutlich grösser als Abell 12 und besitzen im Regelfall eine geringe Flächenhelligkeit, insofern stellt dieses Objekt eine Ausnahme unter den Abell-PN dar.

Zum Zentralstern bestehen widersprüchliche Helligkeitsangaben; Abell selbst nennt 19.1 mag, der Strasbourg-ESO-Katalog [cd2]gibt eine Johnsons B Filter Magnitude von 19.7 mag, während im Deep Sky Field Guide [bk22] 14.9 mag verzeichnet sind. Auch zur Grösse liegen unterschiedliche Daten vor: aus dem PK67 und dem Strasbourg-ESO stammen 37" optischer Durchmesser, während der Field-Guide dem Objekt nur 18" zugesteht. Radiomessungen ergaben einen Durchmesser von 35". Distanzmessungen variieren von 1.7 bis 2.7 kpc. [cd2]

Planetarischer Nebel:
Abell 12, PK 198-6.1
R.A.
06h 02m 20s
Dec.
+09° 39' 14"
Diam.
37"
p Mag.
.
v Mag.
13.9m
* Mag.
19.7m

(Bem. zur Position: die zu oberst Genannte ist eine andere als in den üblichen Katalogen. Ich hab' sie durch Einfügen eines DSS-Auszuges in Guide festgestellt)

© 1999, Frank H. Leiter



Auffindkarte für Abell 12:

Das Auffinden von Abell 12 ist ziemlich leicht, da er eine knappe Bogenminute westnordwestlich von dem Stern mu Orionis steht. Letzterer ist mit blossem Auge sichtbar (4,1mag).


Karte mithilfe von XEphem [pr4] und GIMP [pr5] hergestellt.

Beobachtung:

Abell 12 ist eigentlich eine leichte Beute - geht man nach den Objektdaten im Deep Sky Field Guide. Da der planetarische Nebel aber sehr nahe an mu Orionis steht, findet der Beobachter ihn zwar leicht, hat aber einen sehr hellen Stern im Gesichtsfeld, der die Sichtung erheblich erschwert. Aus diesem Grund liegen bisher auch nur sehr wenige Fotos des Objekts vor.

© 1999, Frank H. Leiter



200mm

Trotz der Behinderung durch den hellen Stern, ist Abell 12 unter ~6.0mag Himmel auch schon mit 8 Zoll Öffnung nachweisbar; sogar ohne Nebelfilter. Wichtig ist eine sehr gute Kontrastleistung der Optik. Ausserdem sollten in einem Newton die Spikes der Fangspiegelhalerung nicht über den Nebel laufen. Ein [OIII]-Filter erleichtert die Beobachtung.

© 1999, Frank H. Leiter



400mm

Bei 145facher Vergrößerung ist der Nebel problemlos mit und ohne [OIII]-Filter sichtbar. Er erscheint als nahezu gleichmässig runde Fläche.

Ab 200facher Vergrösserung wirkt die Fläche strukturiert; hilfreich ist es, wenn man den Stern mu Orionis aus dem Gesichtsfeld fahren kann. Auffällig ist ein Ringfragment auf der dem Stern abgewandten Seite. An seinem südlichen Ende steht ein schwacher Stern. Der Zentralstern konnte bisher nicht visuell nachgewiesen werden.

© 1999, Frank H. Leiter





Literatur
[si1] The STScI Digitized Sky Survey; First and Second Generation Survey; http://stdatu.stsci.edu/dss/
[cd2] Strasbourg-ESO Catalogue of Galactic Planetary Nebulae; A. Acker, F. Ochsenbein, B. Stenholm, R. Tylenda, J. Marcout, C. Schohn; European Southern Observatory; ISBN 3-923524-41-2 (1992); ftp://cdsarc.u-strasbg.fr/cats/V/84/
[bk22] The Deep Sky Field Guide to Uranometria 2000.0 by Murray Cragin, James Lucik and Barry Rappaport; Willmann-Bell, Inc.; ISBN 0-943396-38-7
[pr4] XEphem Elwood Charles Downey; http://iraf.noao.edu/~ecdowney/xephem.html
[pr5] The GIMP; Spencer Kimball and Peter Mattis http://www.gimp.org/


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20.12.2006 23:36 Uhr, Bernd Nies

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