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Deep-Sky Corner
Deep-Sky Corner / Oph / Kugelsternhaufen M 62 (NGC 6266) Oph

Rektaszension:
17h 01m 12s
Deklination:
-30° 07' 00"
Atlas (2000.0)
Karte
Cambridge Star Atlas
18
Sky Atlas
22
Uranometria Vol. II
375, 376
Starchart at CalSKY.com

Objektdaten:

Abb. 1: 15'x15' Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey [si1

Der Kugelsternhaufen Messier 62 gehört zu den Entdeckungen, die Charles Messier zuzuschreiben sind. Er fand ihn im Juni 1771 und beobachtete ihn nochmals im Jahre 1779, wobei er ihn mit einem kleinen Komet verglich: "hell im Zentrum und von einem schwachen Glühen umgeben". William Herschel erkannte in M 62 erstmalig einen Sternhaufen und sah darin eine Miniaturausgabe des Kugelsternhaufens M 3 in Canes Venatici.

Der Kugelsternhaufen liegt in Richtung einer sternenreichen Gebietes der Milchstrasse, so dass die nähere Umgebung des Haufens gesprenkelt mit kleinen Sternchn ist. Allem Anschein nach liegt N 62 tatsächlich in der sternenreichen Zentralregion der Galaxis. Der Lichtverlust durch Absorption in der Gegend wird auf 2.4 Magnituden geschätzt.

M 62 gehört zu den unsymmetrischsten Kugelsternhaufen. Die nicht-sphärische Form wurde vermutlich als erster von John Herschel im Jahre 1847 bemerkt. Die Zerstreuung von schwachen Sternen ist auf der Nordseite des Kugelsternhaufens grösser als auf der Südseite. M&oum;glicherweise ist auch nur die Verdunkelung der Südseite durch Vordergrundmaterie grösser. M 62 scheint das kometenähnlichste der von Messier verzeichneten Objekte.

Bis 1973 wurden 89 Variable in dem Kugelsternhaufen gezählt. Auch bei deren Verteilung liegt eine Unsymmetrie vor: im nördlichen Teil ist die Zahl grösser. Bei fast allen Variablen handelt es sich um kurzperiodische des RR Lyrae Typs. Die daraus abgeleitete Distanz von 26'000 Lichtjahren gilt noch als unsicher, da Messfehler aufgrund der Verdunklung unvermeidbar sind. Der Haufen zeigt eine Radialgeschwindigkeit von 74 km/s. [bk4]

Kugelsternhaufen:
M 62, NGC 6266
R.A.
17h 01m 12s
Dec.
-30° 07' 00"
v Mag.
6.7m
Diam.
14.1'
Conc.
4

Anmerkung: M 62 liegt nahe an der Grenze zum Sternbild Scorpius. In Burnham's Celestial Handbook [bk4] ist M 62 noch zu diesem zugehörig eingezeichnet. Gemäss den meisten anderen Atlanten liegt M 62 jedoch im Sternbild Ophiuchus.

Auffindkarte für Messier 62


Karte mithilfe von XEphem [pr4] erstellt.


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20.12.2006 23:36 Uhr, Bernd Nies

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