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Lateinischer Name:
Lepus
Deutscher Name:
Hase
Lep

Hase

Karte
Benachbarte Sternbilder:
Cae CMa Col Eri Mon Ori
Kulmination um Mitternacht:
13. Dezember
Deklinationsbereich:
27°S ... 11°S
Fläche am Himmel:
290°2
Atlas (2000.0) Karte
Cambridge Star Atlas: 9
Sky Atlas: 11, 12, 19
Uebersichtskarte von Alfred Binggeli

Mythologie und Geschichte:

Lepus ist ein Sternbild, das schon den Griechen des Altertums bekannt war. Es repräsentiert einen Hasen, der sich vorwitzig zu Füssen des Himmelsjägers Orion niedergelegt hat. Ein Hase wird in vielen Sagen mit dem Mond in Verbindung gebracht: manche sehen in der vertrauten Figur vom "Mann im Mond" einen Hasen oder ein Kaninchen. Der Hase war das Symbol für Geschwindigkeit, welche dem griechischen Gott des Handels, Hermes zugesprochen wurde. Vielleicht ist Lepus auch eine weitere Darstellung dieses Mondhasen. Im alten Ägypten war Lepus das Boot des Osiris. Der Gott Osiris wurde mit dem Sternbild Orion identifiziert. [bk7, bk21]

Die Römer nannten das Sternbild einfach Lepus, oft wurde es durch Beifügungen ergänzt zu Lepus auritus (Der langohrige Hase), Lepus levipes (Der leichtfüssige Hase) und Lepus velox (Der behende Hase). Die Araber haben das klassische Bild des Hasen übernommen; man findet die Bezeichnung Alarnebet und Elarnebet. [bk20]

Sternbild:

Lepus liegt südlich des Orion und ist dadurch leicht zu finden. Es steht vor allem im Winter am Nachthimmel. Die Fläche beträgt 290 Quadratgrad und das Zentrum kulminiert jeweils etwa am 13. Dezember um Mitternacht. [bk9, bk15]

Interessante Objekte:

Hellste Sterne:
alpha Leporis, Arneb/Elarneb (Hase)
beta Lep, Nihal (Kamele)
gamma Lep
delta Lep
epsilon Lep
kappa Lep
R Lep

Offene Sternhaufen:
NGC 2017

Kugelsternhaufen:
  • M 79, NGC 1904

    Planetarische Nebel:
    IC 418

    Galaxien:
    NGC 1744
    NGC 1784
    NGC 1832
    NGC 1964
    NGC 2139
    NGC 2179
    NGC 2196



  • Literatur
    [bk7] Der grosse Kosmos-Himmelsführer von Ian Ridpath und Wil Tirion; Kosmos Verlag; ISBN 3-440-05787-9
    [bk21] Taschenatlas der Sternbilder von Josef Klepesta und Antonin Rükl; Verlag Werner Dausien; ISBN 3-7684-2384-0
    [bk20] Sternbilder und ihre Mythen von Gerhard Fasching; Zweite, verbesserte Auflage; Springer Verlag Wien, New York; ISBN 3-211-82552-5 (Wien); ISBN 0-387-82552-5 (New York)
    [bk9] Drehbare Sternkarte SIRIUS von H. Suter-Haug; Hallwag-Verlag, Bern
    [bk15] Hartung's Astronomical Objects for Southern Telescopes by David Malin and David J. Frew; Melbourne University Press 1995; ISBN 0-522-84553-3


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    20.12.2006 23:36 Uhr, Bernd Nies

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