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| Deep-Sky Corner / Hya / NGC 3242: Ghost of Jupiter |
Hya |
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Rektaszension:
10h 24m 49s
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Deklination:
-18° 38' 12"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
10, 16 |
| Sky Atlas |
13 |
| Uranometria Vol. II |
324, 325 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Abb. 1: CCD-Aufnahme mit dem 2.1m Reflektor des Kitt Peak National Observatory
(GIF, 16.2kB)
NGC 3242 ist einer der hellsten planetarischen Nebel. Den Übernamen Ghost of
Jupiter hat er erhalten, da die 30 bis 40 Bogensekunden große, nicht ganz
kreisförmige Scheibe in kleinen Teleskopen einem geisterhaften Abbild Jupiters
gleicht.
Bereits in mittleren Amateurteleskopen ist eine elliptische Ringstruktur erkennbar,
umgeben von einem schwächeren Halo (siehe Zeichnung unten). Dafür spricht auch die
Klassifikation nach Vorontsov-Velyaminov (IV+IIIb = Ringstruktur +
unregelmässige Scheibe mit Spuren einer Ringstruktur).
Beim Halo handelt es sich um die abgestossene Hülle des Roten Riesens, dem
Vorgängerstern, welche durch die starke UV-Strahlung des Zentralsterns zum Leuchten
angeregt wird. Das Gas erscheint uns visuell bläulich-grün, da die Hauptemission von
zweifach ionisiertem Sauerstoff (O III) kommt, dessen stärkste Emissionslinie bei
5007 Angström liegt. Für die elliptische Ringstruktur werden zwei Ursachen
verantwortlich gemacht:
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Abb. 2: Kompositbild des HST, Bruce Balick, Univ. of Washington. (JPEG, 106kB)
1. Die Wechselwirkung des Winds des Zentralsterns mit dem Sternwind des Vorgängers:
Wenn der schnelle Wind des Zentralsterns auf den langsameren des Vorgängersterns
trifft, entsteht eine Schockfront. Sich dort befindende Materie wird angeregt und emittiert
Licht. Das Gebiet erscheint uns deshalb heller als die Umgebung.
2. Modellrechnungen ergaben, daß die auffällige Achsensymmetrie der
Ringstruktur vor etwa 4000 Jahren von einem eng um den Zentralstern laufenden Braunen Zwerg
verursacht wurde.
Neuere Beobachtungen mit dem Hubble Weltraumteleskop (HST) zeigen im Nebel extrem
feine Strukturen, die mit bisherigen Modellen noch nicht gut erklärt werden k”nnen.
Solche Strukturen wurden auch in anderen Planetarischen Nebeln wie zum Beispiel in
NGC 7662 beobachtet.
| Planetarischer Nebel:
NGC 3242, PK 261+32.1, SAO 155965: Ghost of Jupiter |
| R.A.
10h 24m 49s
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Dec.
-18° 38' 12"
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Dim.
>16"
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p Mag.
8.6m
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v Mag.
7.7m
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* Mag.
12.1m
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© 1996, Philipp Reza Heck
Wie findet man den Geist?
Um Jupiters Geist zu finden, geht man am besten vom Stern mu Hydrae aus, denn der PN liegt
1.8 Grad in Südlicher Richtung davon. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 3.8mag ist
dieser rote Riesenstern von bloßem Auge sichtbar.
Ist der Himmel beispielsweise durch den Mond stark aufgehellt, kann der Stern mu
Hydrae durch star hopping aufgefunden werden: Dabei beginnt man beim 2.0mag hellen Roten
Riesen Alphard und folgt der Zickzacklinie des Sternbilds Hydra. Die Ecksterne sind alles
Rote Riesen!
Wenn mu Hydrae im Gesichtsfeld des Okulars zentriert ist, genügt es praktisch in
Deklination 1.8 Grad nach Süden zu schwenken. Wenn Sie zum Aufsuchen ein
schwachvergrösserndes Okluar mit weitem Gesichtfeld verwenden, sollte die kleine,
grünliche Scheibe von NGC 3242 bereits sichtbar sein. Ansonsten hilft das Inset mit
dem eingezeichneten Sternmuster. Die Pfeilspitze bildet der 7.7 mag helle Planetarische
Nebel.

Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.
Anmerkung: Aufgrund der hohen Kompaktheit und Helligkeit wurde NGC 3242
irrtümlicherweise in den Sternkatalog des Smithsonian Astrophysical Observatory
(SAO 155965) aufgenommen. Bei Computerprogrammen die den SAO-Katalog verwenden, erscheint deshalb
an der gleichen Stelle wie der PN ein 7.0 mag heller Stern. Im Programm TheSky wird die
scheinbare Ausdehnung mit 20 Bogenminuten statt 20 Bogensekunden angegeben.
Beschreibung bei 200mm Öffnung
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Zeichnung: 200mm SCT, 290x (Philipp Heck)
Mit einer Deklination von -18.6 Grad steht Jupiters Geist relativ tief. Um ihn unter
optimalen Bedingungen zu beobachten, sollte man den Meridiandurchgang abwarten.
Die Flächenhelligkeit von NGC 3242 ist sehr groß. Es lohnt sich deshalb
über 200fach zu vergrößern. Der Anblick im 20cm-Teleskop bei 290fach
(7mm Nagler) ist atemberaubend.
Die in der Beschreibung erwähnte an ein menschliches Auge erinnernde
elliptische Ringstruktur ist im 20cm-Reflektor gut erkennbar. Die Ellipse erscheint am
SE-Ende heller (siehe Zeichnung des Autors).
Wie bei der Planetenbeobachtung ist es auch beim Geist von Jupiter von Vorteil, möglichst
lange zu beobachten. Die Chance, während kurzer Augenblicke extremer Luftruhe, feine
Details zu erkennen, steigt mit der Beobachtungszeit.
NGC 3242 ist meines Erachtens nicht nur einer der interessantesten planetarischen Nebel,
sondern auch einer der am leichtesten zu beobachtend ist.
© 1996, Philipp Reza Heck
Beschreibung bei 500mm Öffnung
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CCD-Aufnahme: 500mm Newton, Sternwarte Bülach (8.2.97 Stefan Meister)
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20.12.2006 23:36 Uhr, Philipp Heck
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