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| Deep-Sky Corner / Gem / NGC 2371/2: Peanut Nebula |
Gem |
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Rektaszension:
07h 25m 36s
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Deklination:
+29° 29' 00"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
3, 4 |
| Sky Atlas |
5 |
| Uranometria Vol. I |
100 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Abb. 1: Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey
(GIF, 9kB)
NGC 2371/2 wurde im Jahre 1918 von Heber D. Curtis als Planetarischer Nebel
identifiziert.
Auf den ersten Blick fällt besonders die längliche oder sogar zweiteilige
Struktur auf. Dies ist der Grund, weshalb für dieses Objekt im NGC-Katalog zwei
Eintragungen vorliegen: 2371 und 2372. Die gegenüber dem inneren Bereich helleren,
äußeren Enden können die Doppelnatur unter Umständen vortäuschen. In
Wirklichkeit handelt es sich aber um ein und denselben Planetarischen Nebel - dies
bestätigt sich im 20cm-Reflektor aber wahrscheinlich auch in kleineren Teleskopen. Der
Anblick gleicht am ehesten einer Erdnuß, mangels eines anderen Namens nenne ich
NGC 2371/2 den Peanut Nebula.
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Abb. 2: Innerer Bereich, ST6-Aufnahme der Stw. Bülach
Im Klassifikationssystem von Vorontsov-Velyaminov wird die Form mit IIIa+VI
angegeben. IIIa steht für eine unregelmäßige Scheibe mit einer sehr
ungleichmäßigen Helligkeitsverteilung und bezieht sich auf jede der beiden
Hälften; VI bedeutet, daß der Nebel eine anomale Form hat, dies bezieht sich
auf das ganze Objekt.
Mit etwa 10'000 Jahren handelt es sich hier um einen relativ alten Planetarischen Nebel.
Die Oberflächentemperatur des Zentralsterns beträgt trotz des Alters noch rund
100'000 Kelvin.
Auf Abbildung 1 sind außerdem die äußeren Bereiche zu erkennen. Handelt
es sich hierbei etwa um dichtere Regionen einer älteren Hülle oder geht vom
Zentralstern ein bipolarer Sternwind aus, der große Teile des Nebels stärker
expandieren läßt?
| Planetarischer Nebel:
NGC 2371/2, PK 189+19.1: Peanut Nebula |
| R.A.
07h 25m 36s
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Dec.
+29° 29' 00"
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Diam.
> 55"
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p Mag.
13.0m
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v Mag.
11.3m
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* Mag.
14.80m
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© 1996, Philipp Reza Heck
Wie findet man die Erdnuß?
Dieses Objekt läßt sich auch ohne Telrad-Finder außerordentlich einfach
auffinden: Stellen Sie den 3.8mag-Stern Propus (Iota Gem) ein und schwenken Sie 1°
40' in Deklination nach Norden und schon sollte der Nebel im Gesichtsfeld eines
schwachvergrößernden Weitwinkelokulars sein.

Karte mithilve von TheSky [pr2] erstellt.
Beschreibung bei 200mm Öffnung:
Bei einer Vergrößerung von 140x kommt im 8-Zöller die "Erdnußform"
gut zur Geltung. Man kann auch einiges an Struktur im Nebel erkennen. Die westliche Häfte
erscheint etwas heller und größer als die östliche. Außerdem hatte ich den
Eindruck, daß der westliche Teil des Nebels von einem Stern überlagert ist. Es ist
jedoch nicht der Zentralstern, der befindet sich mit fast 15ter Größe zwischen den
beiden Hälften und ist ebenfalls auf der CCD-Aufnahme des inneren Bereichs (siehe Abb. 2)
erkennbar.
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Abb. 4: Zeichnung mit 200mm SCT
Auch wenn NGC 2371/2 bei mittlerer Vergrößerung nicht gerade hell erscheint,
lohnt es sich stärker zu vergrößern. Die Auflösung des Auges ist bei
schwachem Licht wesentlich geringer. Es ist deshalb notwendig hoch zu vergrößern,
um Details zu erkennen. Bei 226fach erkannte ich trotz Mond (ca. 36 Prozent) wesentlich mehr
Struktur als mit 140fach.
© 1996, Philipp Reza Heck
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20.12.2006 23:36 Uhr, Philipp Heck
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