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| Deep-Sky Corner / Gem / Medusa Nebula & NGC 2395 |
Gem |
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Rektaszension:
07h 29m 00s
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Deklination:
+13° 15' 00"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
9 |
| Sky Atlas |
12 |
| Uranometria Vol. I |
184 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Aufnahme aus dem STScI Digitized Sky Survey (JPEG, 47.1kB)
Der Medusanebel wurde anfangs der 50er Jahre von George O. Abell auf
den POSS-Fotoplatten entdeckt und als 21. Objekt in seinem Katalog verzeichnet.
Wenige Monate später spürte ihn H. M. Johnson unabhängig von
Abell während seiner Survey of Symmetric Galactic Nebulae auf. Da
das Aussehen dieses Nebels einer Qualle mit schlängelnden, feinen
Filamenten ähnelt, erhielt er den Namen Medusa.
Zuerst wurde der Nebel wegen seiner Ausdehnung und geringen Leuchtkraft
verständlicherweise als Supernova-Überrest (SNR) identifiziert. Sein
Aussehen, besonders die filamentartige Struktur der scheinbaren Halbschale
sieht einem SNR sehr ähnlich, weshalb er zuerst gar nicht in Perek &
Kohouteks Catalogue of Galactic Planetary Nebulae aufgenommen wurde.
Eine Messung der Expansiongeschwindigkeit des Nebels ergab jedoch einen
für einen SNR zu niedrigen Wert, welcher aber eher dem eines PN entsprach.
Ausserdem wurde auch keine Postsupernova, ein Neutronenstern, gefunden. Die
chemische Zusammensetzung, welche aufgrund einer Spektralanalyse des
emittierten Lichts gewonnen wurde und die physikalischen Bedingungen im Nebel,
liessen ebenfalls auf einen PN schliessen. Eine Interpretation der
analysierten Messungen ergab, dass der Nebel vermutlich vor rund 6800 Jahren
aus einem massiven Stern entstand. Die Entfernung beträgt etwa 790
Lichtjahre. Das Spektrum des Nebels zeigt eine schwächere Emission im
O-III als gewöhnlich, denn H-alpha ist etwa 1.7mal so stark.
[is2]
Der Medusanebel ist ein grosser planetarischer Nebel von etwa einem Drittel
Vollmonddurchmesser. Die visuelle Helligkeit beträgt 10.3 und die
Oberflächenhelligkeit 15.3 Magnituden. Der Zentralstern ist mit knapp 16
mag sehr schwach.
| Planetarischer Nebel:
Abell 21, PK 205+14.1: Medusa Nebula |
| R.A.
07h 29m 00s
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Dec.
+13° 15' 00"
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Diam.
744"x509"
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p Mag.
.
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v Mag.
10.3m±
|
* Mag.
15.99m
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NGC 2395 ist ein kleiner offener Sternhaufen und mit 30 gezählten Sternen relativ
arm. Er fällt nur durch seine geringfügig höhere Sterndichte gegenüber der
Umgebung auf. Der Durchmesser dieser Verdichtung beträgt etwa 12 Bogenminuten und die
hellsten Sterne erreichen 9.96 Magnituden.
| Offener Sternhaufen:
NGC 2395 |
| R.A.
07h 27m 06s
|
Dec.
+13° 35' 00"
|
Mag.
8.0m
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Diam.
12'
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No.*
30
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Br.*
9.96m
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Wie findet man die kosmische Qualle?
Es gibt zwei einfache Methoden, den Medusanebel aufzufinden. Bei beiden ist ein O-III Filter
und ein Okular mit mindestens einem Grad Gesichtsfeld von Vorteil.
Die erste Methode ist die mit dem Telrad-Finder, mit dessen das Teleskop anhand
untenstehender Abbildung ausgerichtet wird. Der Medusanebel liegt etwa ein halbes Grad
südöstlich vom kleinen offenen Sternhaufen NGC 2395.

Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.
Die zweite Methode funktioniert nur bei äquatorial aufgestellten Teleskopen. Man
stellt den Stern Gomeisa (beta CMa) ein, so dass dieser am westlichen Gesichtsfeldrand zu
liegen kommt. Dann arretiert man die Stundenachse und bewegt das Teleskop etwa fünf Grad
in Deklination nach Norden. Entweder stösst man zuerst auf den Medusanebel oder den
offenen Sternhaufen NGC 2395. Der Medusanebel besitzt auf etwa vier Minuten weiter östlich
genau die gleiche Rektaszension wie der Stern Gomeisa.