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Lateinischer Name: Delphinus |
Deutscher Name: Delfin |
Del |
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Delfin
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| Kulmination um Mitternacht: |
| 31. Juli |
| Deklinationsbereich: |
| 2°N ... 21°N |
| Fläche am Himmel: |
| 189°2 |
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| Atlas (2000.0) | | Karte |
| Cambridge Star Atlas | : |
13 |
| Sky Atlas | : |
9, 16, 17 |
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Mythologie und Geschichte:
Das Sternbild war schon den Griechen des Altertums bekannt und verweist auf die tiefere
Beziehung zwischen Menschen und diesen sehr intelligenten Meerestieren. Der Sage nach waren
Delphine Boten des Meeresgottes Poseidon und haben unter anderem dessen Sohn Arion vor dem
Ertrinken gerettet, als dieser auf einem Schiff von Seeräbern angegriffen wurde.
[bk25]
Eine andere, schöne Geschichte zu Delphinus ist diese: Der römische Meeresgott
Neptun, der auch mit dem griechischen Poseiden identifiziert wird, hatte sich in Amphitrite,
eine der anmutigen Seenymphen, verliebt. Die Seenymphen waren nicht nur sehr schöne Wesen,
sondern sie hatten auch die Fähigkeit, starke Winde die die See aufwühlten zu
besänftigen. Amphitrite hatte anfangs jedoch kein Interesse an Neptun. Deshalb
überzeugte der Meeresgott einen Delphin, um für ihn bei Amphitrite zu werben. Der
Delphin war erfolgreich und konnte die Schönheit für Neptun gewinnen. Als Dankbarkeit
für seinen Einsatz verwandelte Neptun den Delphin in ein Sternbild, das auch heute noch
am nördlichen Firmament leuchtet.
Wesentlich jüngeren Datums sind die Namen der beiden hellsten Sterne, Sualocin und
Rotanev. Diese Namen erschienen das erstmals im Palermo Catalogue von 1814. Jahre
später erst realisierte man, dass diese Namen rückwärts gelesen den Namen
Nicolaus Venator, die latinisierte Form von Niccolo Cacciatore, ergaben. Er war
der Assistent des italienischen Astronomen Giuseppe Piazzi am Palermo Observatorium des
19. Jahrhunderts. [bk7, ay11]
Sternbild:
Delphinus befindet sich nordöstlich vom hellen Stern Atair in Aquila. Es ist mit 189
Quadratgrad Fläche sehr klein, hat aber eine einprägsame Gestalt mit den Umrissen
einer Raute und einem Schwänzchen am südlichen Ende. Zusammen mit den ebenfalls
kleinen Nachbarsternbildern Vulpecula und Sagitta liegt Delphinus in einem sternenreichen
Gebiet der Milchstraße, wo des öfteren Novae aufleuchten. Delphinus ist eines der
wenigen Sternbilder, das in seiner heutigen Form immer noch seinem Namen gerecht wird. Es
kulminiert jeweils etwa am 31. Juli um Mitternacht. [bk9, bk15]
Interessante Objekte:
- Hellste Sterne:
- alpha Delphini, Sualocin
- beta Del, Rotanev
- gamma Del
- Kugelsternhaufen:
- NGC 6934
- NGC 7006
- Planetarische Nebel:
- NGC 6891
- NGC 6905: Cocktail
| Literatur |
| [bk25] | | Das Taschenbuch vom Sternenhimmel von Peter von Eynern; Wilhelm Heyne Verlag, München, 1972 |
| [bk7] | | Der grosse Kosmos-Himmelsführer von Ian Ridpath und Wil Tirion; Kosmos Verlag; ISBN 3-440-05787-9 |
| [ay11] | | Eye On The Sky: Delphinus, Equuleus by Deborah Byrd; Astronomy 10/92, p.48 |
| [bk9] | | Drehbare Sternkarte SIRIUS von H. Suter-Haug; Hallwag-Verlag, Bern |
| [bk15] | | Hartung's Astronomical Objects for Southern Telescopes by David Malin and David J. Frew; Melbourne University Press 1995; ISBN 0-522-84553-3 |