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Deep-Sky Corner
Deep-Sky Corner / Cnc / M44: Beehive Cluster, Praesepe Cnc

Rektaszension:
08h 40m 06s
Deklination:
+19° 59' 00"
Atlas (2000.0)
Karte
Cambridge Star Atlas
4, 10
Sky Atlas
6, 12
Uranometria Vol. II
141
Starchart at CalSKY.com

Objektdaten:

Der offene Sternhaufen Messier 44 wird auch "Krippe", bzw. "Beehive" oder "Praesaepe" genannt. Weil er selbst unter bescheidenen Beobachtungsbedingungen leicht als nebliges Fleckchen mit dem blossen Auge gesehen werden kann, ist er schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. So bezeichnete ihn beispielsweise Hipparchus (130 B.C.) als "kleine Wolke" [bk4]. Er nahm M44 als "wolkigen Stern" in seinen Sternkatalog auf. [Jones] Erst im Jahre 1610 entdeckte Galileo Galilei mit dem von ihm gebauten Teleskop, dass es sich um eine Ansammlung von Sternen handelt. [bk4]

Das Alter von M44 wird von Baade mit etwa 400 Millionen Jahre abgeschätzt, andere Angaben gehen bis 660 Millionen Jahre. Damit ist dieser Sternhaufen deutlich älter als die Plejaden (M45). Seine mittlere Dichte von 1,5 Sternen pro Kubikparsec ist sehr gering, im Zentrum erreicht sie 13,8 Sterne pro Kubikparsec (Wallenquist).

Trümpler gibt den Durchmesser des Sternhaufens mit fast 6 Grad an, wobei er alle schwachen Sterne einbezieht; Seine Klassifikation des Haufens ist I,2,r. Die Entfernung von M44 wird derzeit mit etwa 180 parsec angegeben.

Offener Sternhaufen:
M 44, NGC 2632: Beehive Cluster, Praesepe
R.A.
08h 40m 06s
Dec.
+19° 59' 00"
Mag.
3.1m
Diam.
95'
No.*
50
Br.*
6.30m

Hinter dem offenen Sternhaufen liegt eine Reihe Galaxien, welche uns aber mehrheitlich klein und schwach erscheinen. Aus diesem Grunde seien sie hier nur der Form halber aufgeführt: NGC 2624, NGC 2625, PGC 24284, PGC 24335, IC 2388, UGC 4526, NGC 2637, NGC 2643, NGC 2647.

``Am Firmament funkeln die Sterne.
Die winzigen Lichtchen, ich sehe sie gerne.
Gern seh' ich auch die Nebel dort oben
und Dunkelwolken zu Netzen verwoben,
ferne Milchstrassen, `nahe' Planeten,
schnuppende Sterne und huebsche Kometen.
Nur eines darf mir gestohlen werden:
planetarische Nebel hier unten auf Erden.''

Frank H. Leiter

Beobachtung mit Auge, Fernglas, RFT

Mit seiner Grösse von gut anderthalb Grad (dreifachem Vollmonddurchmesser) ist der Sternhaufen selbst am besten in Feldstechern und Teleskopen mit grossem Gesichtsfeld zu sehen. Dann zeigt sich eine dichte, beeindruckende Wolke aus hellen Sternen.

Frank H. Leiter

Beobachtung mit 400mm Öffnung

Doch auch für den Beobachter mit grosser Fernrohröffnung hat M44 einiges zu bieten, denn hinter dem offenen Sternhaufen liegt eine Reihe Galaxien. Fast alle von ihnen sind mit 400mm Öffnung bei durchschnittlichem Himmel (~6m) nachweisbar. Die Anwesenheit der hellen Sterne von M44 erschwert allerdings die Beobachtung, ähnlich wie es bei Leo I der Fall ist.

NGC 2624
NGC 2625
PGC 24284 400x: klein, rund, am Limit
PGC 24335 bisher nicht nachgewiesen
IC 2388 400x: runde, gleichmäße Fläche am Limit
UGC 4526 400x: gleichmäße Fläche, elongiert mit Positionswinkel 230°
NGC 2637 bisher nicht nachgewiesen
NGC 2643 400x: große, runde Fläche
NGC 2647 226x: kleine, runde Fläche, hell, indirekt kompakter Kern sichtbar

Frank H. Leiter



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20.12.2006 23:36 Uhr, Bernd Nies

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