 |
|
| Deep-Sky Corner / Cas / Bubble Nebula & M 52 |
Cas |
|
 |
 |
 |
|
Rektaszension:
23h 20m 42s
|
Deklination:
+61° 12' 00"
|
| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
1, 7 |
| Sky Atlas |
3 |
| Uranometria Vol. I |
15, 34, 58 |
|
| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
|
Abb.1: Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey
[si1]
NGC 7635 ist eine galaktische H-II Region. Innerhalb, vermutlich nahe am Rande des
Nebels, steht ein Wolf-Rayet-Stern, der durch seinen intensiven Stellarwind eine
sphärische Blase erzeugt hat, wonach dieser Nebel seinen Namen erhalten hat. Andere
Quellen sprechen von einem O-Stern, statt eines Wolf-Rayet-Sterns. O-Sterne haben einen weniger
starken Stellarwind als WR-Sterne. NGC 7635 wird manchmal auch als ungewöhnlicher
planetarischer Nebel klassifiziert, besitzt aber keine PK-Nummer.
[bk4, sw2]
| Heller diffuser Nebel:
NGC 7635: Bubble Nebula |
| R.A.
23h 20m 42s
|
Dec.
+61° 12' 00"
|
Dim.
15'x8'
|
Type
E
|
ph Brt.
1-5
|
Color
3-4
|
|
Abb.2: Aufnahme mit dem Kitt Peak Burrell Schmidt Telescope, © NOAO
[no2]
Messier 52 ist ein schöner Sternhaufen des offenen oder galaktischen Typs und liegt in
einer Milchstraßengegend am westlichen Rand des Sternbilds, nahe zu
Cepheus. Charles
Messier stolperte über diesen Sternhaufen, als er am 7. September 1774 gerade den Kometen
dieses Jahres beobachtete. Er beschrieb M 52 als einen Haufen sehr kleiner Sterne,
eingehüllt in einen schwachen Nebel. Doch in diesem Punkt lag Messier daneben. In oder in
der Nähe von M 52 gibt es keinen Nebel. Der mit etwa einem halben Grad nächstgelegene
ist NGC 7635.
M 52 gehört zu den reicheren und stärker verdichteten offenen Sternhaufen. Seine
berechnete Dichte beträgt von über 3 Sterne pro Kubikparsec bis zu 50 Sterne pro
Kubikparsec in der Nähe des Zentrums. Der Sternhaufen gehört zu den jüngeren,
vergleichbar im Alter und Typ mit den Plejaden.
Der Hauptbestandteil sind blaue Riesen des
Spektraltyps B7. Die zwei scheinbar hellsten Sterne dieser Gruppe sind gelbe Riesen des Typs
F9 (7.77 mag) und G8 (8.22 mag). [bk4]
| Offener Sternhaufen:
M 52, NGC 7654 |
| R.A.
23h 24m 12s
|
Dec.
+61° 35' 00"
|
Mag.
6.9m
|
Diam.
12'
|
No.*
100
|
Br.*
8.22m
|
Wo ist Cassiopeias Blase?
Nimmt man die Strecke alpha bis beta Cassiopeiae und verlängert sie über beta
hinaus um das 1.2-fache, so stösst man auf den offenen Sternhaufen M 52. Mit dem
Telrad-Finder gibt es einen anderen einfachen Trick: M 52 hat von beta Cassiopeiae und von
iota Cephei etwa den gleichen Abstand. Man richtet
das Teleskop so aus, dass der äusserste Kreis des Telrads auf die
Verbindungslinie der beiden Sterne zu liegen kommt und das Zentrum der drei konzentrischen
Kreise den gleichen Astand zu den beiden Sternen besitzt. Von M 52 gehts weiter mit einem
Okular mit grossem wahren Gesichtsfeld. Etwa ein halbes Grad südwestlich von M52
liegt der Nebel NGC 7635.

Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.
Anmerkung: Im Hubble Guide Star Catalogue, welcher vom Programm
The_Sky 2.11 verwendet wird, ist an der Position 23h 20m 44.6s / +61° 11' 41"
ein nichtstellares Objekt mit der Bezeichnung GSC 4279:1582 und der Helligkeit von 8.2 mag
aufgeführt. Dies ist der Stern SAO 20575.
Beschreibung bei 300mm Öffnung:
 |
Zeichnung: 300mm f/4, 80x, O-III (9.8.96 Bernd Nies)
In einer mässig dunklen Nacht, wenn Cassiopeia nicht besonders hoch am Himmel
steht, ist vom Blasennebel gerade mal der hellste Bereich zu sehen. Eine Blasenform ist noch
nicht zu erkennen. Ohne O-III Filter ist er sogar unsichtbar. Ein H-beta Filter bringt keine
Verbesserung. In einer sehr dunklen Nacht mit Cassiopeia nahe dem Zenit dürfte von
NGC 7635 sicher mehr zu sehen sein.
Die Sterne in nebenstehnder Abbildung stammen von einem Ausdruck. Die Anzahl und Position
der Sterne wurde noch nicht korrigiert, einzig das 8.2 mag helle nichtstellare Objekt im hellen
Nebelbereich wurde als Stern ergänzt.
Aufnahme mit 500mm Öffnung:
 |
ST6-CCD-Aufnahme von Stefan Meister, 500mm-Newton, Sternwarte Bülach