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Deep-Sky Corner
Deep-Sky Corner / Cas / NGC 457: ET, Owl Cluster Cas

Rektaszension:
01h 19m 06s
Deklination:
+58° 20' 00"
Atlas (2000.0)
Karte
Cambridge Star Atlas
1, 2, 7
Sky Atlas
1, 3
Uranometria Vol. I
36
Starchart at CalSKY.com

Objektdaten:

NGC 457 ist ein heller, galaktischer Sternhaufen in den sternreichen Gebieten der Cassiopeiaischen Milchstrasse. Er ist eine reichlich verstreute Gruppe von Sternpunkten, mit ein bis zwei Dutzend Bogenminuten scheinbarem Durchmesser und enthält etwa 100 Sterne heller als 13. Grössenklasse. Ungefähr 60 davon sind als echte Mitglieder des Haufens identifiziert worden. Die stellare Population dieser Gruppe gleicht der des Doppelsternhaufens h & chi Persei, einschliesslich, dass auch NGC 457 relativ jung ist. Der hellste Stern ist ein roter Superriese des Typs M0 und liegt im dichtesten Teil des Haufens. Seine scheinbare Helligkeit ist 8.6 mag und seine absolute -5.2 mag, was der 10'000fachen Leuchtkraft der Sonne entspricht.

Der helle Stern phi Cassiopeiae besitzt eine scheinbare Helligkeit von 5.0 mag und den Spektraltyp F0. Es ist noch nicht eindeutig, ob der Stern tatsächlich zum Sternhaufen gehört. Demnach müsste er sich in 9300 Lichtjahren Entfernung befinden, wäre eine der hellsten bekannten Sterne und würde in Leuchtkraft sogar Rigel übertreffen. Die absolute Helligkeit, nach der Korrektur durch die Lichtabsorption durch interstellares Gas, wäre dann -8.8 mag, was der 275'000fachen Leuchtkraft der Sonne entspricht. Die Mitgliedschaft zum Sternhaufen ist noch nicht definitv bewiesen, doch Messungen der Radialgeschwindigkeit, Studien der Polarisation im Haufen, das Fehlen von messbarer Eigenbewegung und das Spektrum, welches dem eines sehr hellen Superriesen entspricht, unterstützen diese Annahme. Zum Vergleich: die Sonne in gleicher Entfernung wie phi Cassiopeiae wäre gerade mal 17.3 Magnituden hell. [bk4]

Offener Sternhaufen:
NGC 457: E.T., Owl Cluster
R.A.
01h 19m 06s
Dec.
+58° 20' 00"
Mag.
6.4m
Diam.
13'
No.*
80
Br.*
8.59m

Das Muster, welche die Sterne dieses offenen Sternhaufens bilden, erinnert an eine Eule mit ausgestreckten Flügeln und den beiden hellen Sternen phi Cassiopeiae und SAO 22187 als leuchtende Augen. Aus diesem Grund erhielt er den Beinamen Owl Cluster (Eulenhaufen).

In Anlehnung an Steven Spielbergs 1982 gedrehten Kinofilm E.T. - The Extraterrestrian taucht auch der Name E.T. für denselben Sternhaufen auf. Die Form des Haufens erinnert an den kurzen Körper des Ausserirdischen mit seinen langen Armen. Er scheint gerade seinen grossen Kopf eingezogen zu haben und blickt einen mit seinen grossen, runden Kulleraugen an. Seine langen Arme streckt er aus, um "nach hause zu telefonieren".

Eine ziemlich phantasielose und selten gebrauchte Bezeichnung ist Phi Cassiopeiae Cluster, benannt nach dem hellsten darin enthaltenen Stern.

Wie findet man die Eule?

Der Eulenhaufen ist ganz leicht zu finden. Das linke Auge der Eule bildet der Stern phi Cassiopeiae, der mit 5. Größe in klaren Nächten noch gut von bloßem Auge sichtbar ist. Auf der Karte macht die Eule allerdings beinahe einen Kopfstand.


Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.


Literatur
[bk4] Burnham's Celestial Handbook: An Observer's Guide to the Universe Beyond the Solar System by Robert Burnham; Dover Publications, Inc.; Voume I: ISBN 0-486-23567-X; Volume II: ISBN 0-486-23568-8; Volume III: ISBN 0-486-23673-0
[pr2] TheSky for Windows, Version 2.11, Level IV; Software Bisque; 912 Twelfth Street; Suite A; Golden, Colorado 80401, USA; http://www.bisque.com/thesky/


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20.12.2006 23:36 Uhr, Bernd Nies

astro!nfo