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Lateinischer Name: Capricornus |
Deutscher Name: Steinbock |
Cap |
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Steinbock
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| Kulmination um Mitternacht: |
| 5. August |
| Deklinationsbereich: |
| 28°S ... 8°S |
| Fläche am Himmel: |
| 414°2 |
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| Atlas (2000.0) | | Karte |
| Cambridge Star Atlas | : |
13 |
| Sky Atlas | : |
16, 17, 22, 23 |
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Mythologie und Geschichte:
Capricornus sieht man oft mit dem Kopf und Oberkörper einer Ziege und dem Schwanz eines
Fisches abgebildet. Diese ungewöhnliche Kreatur ist schon seit langer Zeit bekannt und
taucht in zahlreichen Kulturen auf. Sein Bild wurde schon auf Steinen aus dem antiken
Mesopotamien, dem heutigen Irak, gefunden. Der sumerische Name für dieses Sternbild
bedeutet Ziegenfisch.
In der griechischen Mythologie wurde Capricornus mit dem Götterknaben Pan in
Verbindung gebracht. Eines Tages traf Pan auf eine Gruppe hübscher Nymphen und
Göttinnen, die lachend auf einem Feld spielten. Um ihnen zu imponieren verwandelte er sich
in eine Ziege und tauchte mit einem mächtigen Satz in einen nahegelegenen Strom. Der
untere Teil seines Körpers verwandelte sich sodann in einen Fischschwanz. Der König
der Götter, Zeus - selber nicht abgeneigt Possen zu spielen - war durch diese Kapriole
so amüsiert, dass er den Ziegenfisch an den gestirnten Himmel versetzte.
[ay105]
Einer anderen Legende nach soll sich Pan in einen Steinbock verwandelt haben, um sich vor
dem Riesen Typhon zu verstecken. [bk10]
Die lateinische Bezeichnung Capricornus, die wörtlich übersetzt
Ziegenhorn bedeutet, erinnert an die Erzählung, die wir beim Fuhrmann finden und
die von der Amaltheia handelt. Man weiss es nicht genau, ob Amaltheia die Nymphe selbst
oder Amaltheia die der Nymphe gehörende Ziege war. Jedenfalls wurde vor Zeiten Zeus als
Kind von dieser Ziege gesäugt und aus den Hörnern der Ziege floss Nektar und
Ambrosia. Ovid erzählt, dass eines dieser Hörner einst abbrach und die Nymphen
es mit Früchten für Zeus füllten. So wurde es zum Cornu Copiae, zum
Füllhorn, zum Symbol des Überflusses. Zeus hat später die Ziege aus Dankbarkeit
an den Himmel versetzt. Der Ziegenstern Capella erinnert daran, aber auch das Ziegenhorn
Capricornus. [bk20]
Sternbild:
Capricornus ist ein weniger auffälliges Sternbild aus hauptsächlich Sterne von 4.
und 5. Grösse. Es besitzt aber die sehr markante Form eines Pfeilkopfes, der nach
Süden zeigt. Capricornus liegt südöstlich von Aquila und östlich von
Sagittarius. Die Fläche beträgt 414 Quadratgrad und das Zentrum des Sternbilds
kulminiert jeweils etwa am 5. August um Mitternacht. [bk9, bk15]
Interessante Objekte:
- Hellste Sterne:
- alpha Capricorni, Giedi/Algiedi (Die Ziege)
- beta Cap, Dabih/Sadalzabih (Glücksgestirn des Schlachtenden)
- gamma Cap, Nashira (Der Glücksstern)
- delta Cap, Deneb Algiedi (Schwanz der Ziege)
- ny Cap, Alshat
- pi Cap
- Kugelsternhaufen:
- M 30, NGC 7099
- Galaxien:
- NGC 6907
| Literatur |
| [ay105] | | The Starry Sky: Capricornus by Deborah Byrd; Astronomy 8/95, p.58 |
| [bk10] | | dtv-Atlas zur Astronomie von Joachim Herrmann; Deutscher Taschenbuch Verlag; ISBN 3-423-03006-2 |
| [bk20] | | Sternbilder und ihre Mythen von Gerhard Fasching; Zweite, verbesserte Auflage; Springer Verlag Wien, New York; ISBN 3-211-82552-5 (Wien); ISBN 0-387-82552-5 (New York) |
| [bk9] | | Drehbare Sternkarte SIRIUS von H. Suter-Haug; Hallwag-Verlag, Bern |
| [bk15] | | Hartung's Astronomical Objects for Southern Telescopes by David Malin and David J. Frew; Melbourne University Press 1995; ISBN 0-522-84553-3 |