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Deep-Sky Corner
Deep-Sky Corner / CVn / Kugelsternhaufen M 3 (NGC 5272) CVn

Rektaszension:
13h 42m 12s
Deklination:
+28° 23' 00"
Atlas (2000.0)
Karte
Cambridge Star Atlas
5
Sky Atlas
7
Uranometria Vol. I
109, 110, 151
Starchart at CalSKY.com

Objektdaten:

Abb.1: 30'x30' Ausschnitt aus dem STScI Digitized Sky Survey [si1]

Neben M 13 im Herkules ist Messier 3 der prächtigste Kugelsternhaufen am nördlichen Sternenhimmel. Er wurde am 3. Mai des Jahres 1764 von Charles Messier entdeckt. Er beschrieb ihn als runden Nebel ohne Stern, nach aussen hin dunkler werdend.

Bemerkenswert an M 3 ist seine ovale Form. Die grösste Sternenkonzentration liegt etwas südwestlich vom Zentrum des Haufens. Ähnlich wie bei anderen grossen Kugelsternhaufen scheinen sich einige äussere Sterne entlang einer radialen Linie anzuordnen, ein Phänomen, welches als erstes von den beiden Herschels und Lord Rosse bemerkt wurde. Rosse fand auch einige dunkle Gebiete in der Zentralmasse, ähnlich wie in M 13. Die Präsenz von Dunkelwolken ist von grossem Interesse, da generell angenommen wurde, dass Kugelsternhaufen keinen Staub und Gas enthalten. Betrachtet man diese Dunkelnebel aber als Vordergrundobjekte, so könnte man argumentieren, dass solch kleine Dunkelnebel auch überall über den Himmel verteilt sein könnten, aber durch fehlen eines hellen Hintergrundobjekts nicht zu entdecken seien. M 3 liegt jedoch in einer Gegend weitab der Milchstrasse, die weitgehend frei ist von interstellarer Absorption. Dies lässt vermuten, dass die Dunkelwolken tatsächlich zum Kugelsternhaufen selbst gehören.

M 3 enthält mehr als 45'000 Sterne von etwa 12 mag bis zur Grenze der Wahrnehmbarkeit. Die Zahl der veränderlichen Sterne ist grösser als in jedem anderen beobachteten Kugelsternhaufen. Die Periode der meisten dieser Sterne dauert etwa einen halben Tag, das Licht verändert sich in einigen Fällen derart schnell, dass es sich in zehn Minuten verdoppelt. Sterne dieses Typs, genannt Haufen-Veränderliche, scheinen eine Subklasse der bekannten Cepheiden zu sein. Das typische Beispiel ist der Stern RR Lyrae. Mittels der Perioden-Leuchtkraft-Beziehung konnte eine Entfernung von 31'000 Lichtjahren ermittelt werden. [bk4, st26]

Kugelsternhaufen:
M 3, NGC 5272
R.A.
13h 42m 12s
Dec.
+28° 23' 00"
v Mag.
5.9m
Diam.
16.2'
Conc.
6

Auffindtip für M 3:

Der Kugelsternhaufen liegt grob auf der halben Strecke von Arcturus und Cor Caroli, ungefähr dort, wo sie von der Verbindungslinie rho Bootis und beta Comae Berenices geschnitten wird. Dort soll dann mit einem Grossfeldokular die Suche nach Messier 3 begonnen werden.


Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.


Literatur
[si1] The STScI Digitized Sky Survey; First and Second Generation Survey; http://stdatu.stsci.edu/dss/
[bk4] Burnham's Celestial Handbook: An Observer's Guide to the Universe Beyond the Solar System by Robert Burnham; Dover Publications, Inc.; Voume I: ISBN 0-486-23567-X; Volume II: ISBN 0-486-23568-8; Volume III: ISBN 0-486-23673-0
[st26] The First Globular Cluster of the Season by Walter Scott Hudson; S&T 5/93, p.108
[pr2] TheSky for Windows, Version 2.11, Level IV; Software Bisque; 912 Twelfth Street; Suite A; Golden, Colorado 80401, USA; http://www.bisque.com/thesky/


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20.12.2006 23:36 Uhr, Bernd Nies

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