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Lateinischer Name: Canis Minor |
Deutscher Name: Kleiner Hund |
CMi |
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Kleiner Hund
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| Kulmination um Mitternacht: |
| 5. Januar |
| Deklinationsbereich: |
| 1°S ... 3°N |
| Fläche am Himmel: |
| 183°2 |
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| Atlas (2000.0) | | Karte |
| Cambridge Star Atlas | : |
9 |
| Sky Atlas | : |
12 |
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Mythologie und Geschichte:
Die Griechen im antiken Griechenland hielten Canis Minor für
den kleineren der beiden Hunde, welche dem Jäger
Orion folgten. Einer anderen Legende nach
sollten die beiden Hunde zu Diana, der Göttin der Jagd oder der Frau mit der
legendären Schönheit, Helen von Troy, gehören. [ay92]
Eine andere Erzählung berichtet vom Hund der Erigone. Sie war die Tochter eines einfachen
athenischen Bauern namens Ikarios.
Dionysos, der griechische Gott der Fruchtbarkeit, des Weines
und des Rausches, hatte Ikarios das Keltern des Weines gelehrt. Ikarios hat eine Probe seiner
Kunst einer Gruppe von Schafhirten angeboten, die den Wein unbeherrscht in grosser Menge
unverdünnt getrunken haben, bis sie sich verzaubert glaubten, weil sie manches doppelt
sahen. In ihrem Rausch töteten sie Ikarios, weil sie meinten, er hätte sie vergiftet.
Nachdem sie ihren Rausch ausgeschlafen hatten, begruben sie ihn unter einem Tannenbaum und
verwischten alle Spuren sorgfältig, damit ihre Tat nicht bekannt würde. Ikarios'
Tochter Erigone wusste nicht wo ihr Vater geblieben war, bis ihr Hund Maria sie an einem
Zipfel ihres Gewandes zu jener Stelle zerrte, wo ihr Vater von den Mördern verscharrt
worden war. Verzweifelt war Erigone und erhängte sich an dem Tannenbaum, der beim Grab
ihres Vaters stand. Das Delphische Orakel klärte das Verbrechen auf und die schuldigen
Hirten wurden bestraft. Der Hund Maria (Canis Minor) wurde an den Himmel versetzt, Ikarios
wurde als Bootes (Ochsentreiber), der seinen Winzerwagen (Grosser Wagen) führt und
Erigone als Jungfrau verstirnt.
Die griechische Bezeichnung für dieses Sternbild wurde von den Römern transkibiert zu
Procyon. Dieser Name meint, dass das Sternbild - zumindest in nördlichen
Breitengraden - früher im Osten aufgeht als der Grosse Hund. Cicero hat ihn
Antecanis genannt, es wurde das Sternbild auch Antecedens Canis,
Antecursor, Praecanis, Procanis, Catellus (Hündchen),
Icarium Astrum, Erigonius und Canis virgineus bezeichnet. Nach der
Christianisierung des Himmels setzte das Hündchen Wolle an und blökte immer an
Ostern als Osterlamm. [bk20]
Sternbild:
Canis Minor gibt als Sternbild nicht viel her. Es ist mit 183
Quadratgrad relativ klein und befindet sich östlich von Orion, etwa auf gleicher
Höhe wie dessen linker Schulterstern Betelgeuse. Mit blossem Auge sind in Canis
Minor jedoch nur die beiden hellsten Sterne Procyon und Gomeisa markant.
Der Stern Procyon bildet zusammen mit Castor und Pollux, Capella, Aldebaran, Rigel
und Sirius das Wintersechseck. Das Zentrum des Sternbilds kulminiert um Mitternacht
jeweils etwa am 5. August. [bk9, bk15]
Interessante Objekte:
- Hellste Sterne:
- alpha Canis Minoris, Procyon (Der vor dem Hunde)
- beta CMi, Gomeisa (Der Weinende)
- Offene Sternhaufen:
- Do 26
| Literatur |
| [ay92] | | The Starry Sky: Canis Minor by Deborah Byrd; Astronomy 2/95, p.63 |
| [bk20] | | Sternbilder und ihre Mythen von Gerhard Fasching; Zweite, verbesserte Auflage; Springer Verlag Wien, New York; ISBN 3-211-82552-5 (Wien); ISBN 0-387-82552-5 (New York) |
| [bk9] | | Drehbare Sternkarte SIRIUS von H. Suter-Haug; Hallwag-Verlag, Bern |
| [bk15] | | Hartung's Astronomical Objects for Southern Telescopes by David Malin and David J. Frew; Melbourne University Press 1995; ISBN 0-522-84553-3 |