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| Deep-Sky Corner / And / G1, Mayall I: Andromeda's Globular |
And |
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Rektaszension:
0h 32m 47s
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Deklination:
+39° 34' 41"
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| Atlas (2000.0) |
Karte |
| Cambridge Star Atlas |
2 |
| Sky Atlas |
4, 9 |
| Uranometria Vol. I |
60 |
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| Starchart at CalSKY.com |
Objektdaten:
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Abb. 1: HST-Aufnahme von G1 [si2]
G1, auch als Mayall II verzeichnet und unter dem Namen Andromeda's Globular
bekannt, ist ein Kugelsternhaufen der Andromedagalaxie M31. Er wurde 1953 von den beiden
Astronomen Nicholas Mayall und Olin J. Eggen entdeckt. G1 enthält mindestens 300'000
(1 Mio. nach anderen Angaben) sehr alte Sterne und liegt etwa 130'000 Lichtjahre weg vom
Zentrum der 2.36 Millionen Lichtjahre entfernten Andromedagalaxie. Aus unserer Perspektive
erscheint er 2.5 Grad von dessen Zentrum entfernt und ist mit 13.7 mag der scheinbar hellste
Kugelsternhaufen der Lokalen Gruppe - mit Ausnahme der Kugelsternhaufen, die zu unserer
Galaxis gehören. Die absolute Helligkeit von G1 wird mit -10.9 mag angegeben, was etwa
zwei Millionen mal heller als unsere Sonne ist. Andromedas Kugelsternhaufen ist auch etwa
doppelt so hell wie der grösste in unserer Galaxis: Omega Centauri (NGC 5139)
hat eine absolute Helligkeit von -10.1 mag. G1 besitzt einen gesamten Spektraltyp von G0 und
einen gelblichen Farbindex (B-V) von 0.84. CCD-Aufnahmen des
Canada-France-Hawaii-Telescopes haben gezeigt, dass G1 nicht kugelrund ist, sondern
etwa 80 Prozent so breit wie lang.
[st157, st183, si2]
| Extragalaktischer Kugelsternhaufen:
G1, Mayall II: Andromeda's Globular |
| R.A.
0h 32m 47s
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Dec.
+39° 34' 41"
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v Mag.
13.7m
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Diam.
ca. 20"
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Conc.
?
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Anmerkung: Im Hubble Guide Star Catalogue des Programmes The_Sky
ist an der Stelle von G1 ein nichtstellares Objekt unter der Bezeichnung GSC 2788:2139 und
der Helligkeit von 11.5m aufgeführt. Obwohl die Position stimmt, ist der Kugelsternhaufen
wesentlich lichtschwächer. Die Durchmesserangabe stammt aufgrund der Beobachtungsskizze,
da nirgens ein Wert zu finden war.
© 1996,
Wie findet man den Extragalaktischen?
Ein winzigkleines, extragalaktisches Kugelsternhäufchen scheint nicht leicht zu finden
sein, zumal es sich weit weg von der Muttergalaxie befindet. Doch hat man G1 einmal gefunden,
wird man ihn mit ewas Übung immer wieder einstellen können - auch ohne Karte. Dieser
Kugelsternhaufen ist in den meisten von den Amateurastronomen verwendeten Atlanten und
Verzeichnissen nicht aufgeführt, deshalb ist man auf die untenstehende Karte angewiesen.

Abb. 2:
Karte mithilfe von TheSky [pr2] erstellt.
Mit Vorteil wird am Anfang ein Okular gewählt, das am Teleskop mindestens 1° (besser
2°) wahres Gesichtsfeld bietet, damit die markanten Sternassoziationen einfacher erkannt
werden können. Südlich von der Andromedagalaxie steht die auffällige
klauenähnliche Sterngruppe mit dem 5.3 mag hellen Stern 32 And. Von dort aus
etwa 2 Grad nach Westen gelangt man zu einer etwas weniger auffälligen, aber doch noch
einprägsamen Sterngruppierung mit dem 8.4 mag hellen Stern SAO 53959, welche an
einen Krähenfuss oder ein griechisches Psi erinnert. Etwa auf halber Strecke zwischen
dem letzten Stern auf der roten Linie (wenn es im Weltall rote Linien gäbe) der
östlichen 'Zehe' und dem 8.8 mag hellen Stern SAO 53990 befindet sich ein kleines etwa
30° spitzes, gleischschenkliges Dreieck. Dieses ist ziemlich markant, denn der die
nördliche Ecke wird durch zwei nahe beieinander liegende Sterne gebildet. Die
südliche Spitze erscheint etwas diffus: Voilà - da ist er!
Beobachtung mit 150mm Öffnung:
Das Aufsuchen des wirklich etwas speziellen Objektes G1 gestaltet sich mit Hilfe des
Suchplanes doch recht einfach. Leider ist dann das Objekt selber nur schwer zu beobachten: Im
15cm-Refraktor ist es kaum sichtbar - nur mit indirektem Betrachten ist bei guten
Verhältnissen das kleine Nebelchen sicher zu erkennen, der eine der beiden nahen
Vordergrundsterne ist bei "gutem zureden" auch eben noch sichtbar. Der diffuse Eindruck von G1
bleibt immer erhalten, egal wie zwischen 150facher und 500facher Vergrösserung auch
konzentriert beobachtet wird.
Ein 15cm-Teleskop ist unter durchschnittlichen Himmelsverhältnissen meist zu kein, um
dieses Objekt sicher auffinden zu können. Dazu dürfte schon ein 25cm-Spiegelteleskop
vonnöten sein.
© 1996, Beat Kohler
Beobachtung mit 300mm Öffnung:
Der Kugelsternhaufen G1 gibt, verglichen mit anderen aus unserer eigenen Galaxis, eigentlich
nicht viel her, denn er lässt sich nicht in Einzelsterne auflösen und ist sehr
schwach und klein. Dennoch ist es ein faszinierendes Objekt, weil es vermutlich den am
weitesten entfernten Kugelsternhaufen darstellt, der mit Amateurteleskopen visuell beobachtet
werden kann!
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Abb. 3: Zeichnung: 300mm f/4 Newton, 300x (15.12.96 Bernd Nies)
Ab etwa hundertfacher Vergrösserung zeigt sich G1 bei indirektem Sehen als
schwaches, diffuses, rundes Nebelchen mit zwei knapp erkennbaren kleinen Sternchen
unmittelbar nebenan. Bei 300facher Vergrösserung treten die beiden Sternchen, wie
auch der Kern des Kugelsternhaufens deutlicher hervor (vergleiche dazu die Hubble-Aufnahme). Die
zwei schwachen Sternchen an der Südseite des kleinen Dreiecks, welche auf der CCD-Aufnahme
von Stefan Meister gut erkennbar sind, können visuell gerade mal knapp - mit viel gutem
zureden - erahnt werden. Die Sterne des Haufens selbst können aber bei weitem noch nicht
aufgelöst werden, was visuell für einen 13.7mag hellen und derart weit entfernten
Kugelsternhaufen reichlich viel verlangt ist.
© 1996,
Beobachtung mit 500mm Öffnung:
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Abb. 4: CCD-Aufnahme von Stefan Meister (SBIG ST-6, 500/2500mm Newton, Sternwarte Bülach)
| Literatur |
| [si2] | | Hubble Spies Globular Cluster in Neighbouring Galaxy; Press Release No. STScI-PRC96-11; http://oposite.stsci.edu/pubinfo/pr/96/11/A.html |
| [st157] | | Andromeda's Brightest Globular Cluster by Leos Ondra; S&T 11/95, p.68 |
| [st183] | | Our Neighbor's Brightest Globular; S&T 8/96, p.15 |
| [pr2] | | TheSky for Windows, Version 2.11, Level IV; Software Bisque; 912 Twelfth Street; Suite A; Golden, Colorado 80401, USA; http://www.bisque.com/thesky/ |